3.LigaAllgemeinSTANDING OVATIONS NACH DRAMA DE LUNKE

LONGERICHER SC KÖLN – VFL EINTRACHT HAGEN 27:26 (14:15)

Einen atemberaubenden Handballabend erlebten die zahlreichen Zuschauer am Freitagabend in der Ausweichhalle in Köln-Weiler, der LSC besiegte den Zweitligaabsteiger und Aufstiegsfavoriten Eintracht Hagen mit 27:26, dabei erzielte Simon Schlösser den erlösenden Siegtreffer 1 Sekunde vor der Schlusssirene.

Der LSC ging ersatzgeschwächt in die Begegnung, neben Dustin Thöne fehlten Basti Lux und Daniel Koenen. Aus der zweiten Mannschaft waren neben Eigengewächs Christopher Falkenreck zum ersten Mal Bjarne Duckert im Kader, der in der zweiten Hälfte zum ersten Einsatz kam.

Die Begegnung startete mit leichter Nervosität in Reihen des LSC, Fehler im Angriff wurden postwendend bestraft, im Brüderduell Dennis gegen Daniel Metrum erzielte der Hagener Daniel in der 3. Minute das 0:2 per Gegenstoß. Die anfängliche Scheu legte der LSC dann ab, mit starken Paraden konnte Philipp Ruch der LSC Deckung Halt und Stärke verleihen, im Angriff wirkten die Kölner nun entschlossener und konnten in der 10. Minute durch Max Zerlas erstmals mit 2 Toren in Führung gehen (5:3). Die große Qualität der Hagener wurde in den Folgeminuten sichtbar, als man mit einem 5:1-Lauf mit 6:8 in Führung ging. Beim zwischenzeitlichen 5:6 verletzte sich leider das LSC-Eigengewächs Daniel Mestrum und konnte in der Folge nicht mehr auflaufen, stattdessen ging es noch während des Spiels in ein Kölner Krankenhaus mit Verdacht auf Mittelfußbruch. Der LSC wünscht Daniel alles Gute und schnelle Genesung!

Das Spiel ging mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen weiter, leichte Vorteile für Hagen schlugen sich in einer stets knappen Führung nieder. 3 Sekunden vor dem Pausenpfiff erzielte Bennet Johlen den 14:15-Anschlusstreffer. Anschließend konnte der Hagener Angreifer nur noch per Direktwurf von der Mittellinie einen Torerfolg versuchen, blieb jedoch im Block der zurückeilenden LSC-Spieler hängen. Hagens Trainer Kriebel sah sein Team durch die LSC-Torfanfare behindert, fluchte anschließend bei den Schiedsrichtern und fiel in der Folge durch unsportliches Verhalten auf, als er den LSC-Hallendj anging und persönlich beleidigte.

Dieses fragwürdige Verhalten blieb an diesem Abend allerdings eine Randnotiz, denn der Handball, der auf dem Feld geboten wurde, war an Spannung kaum zu überbieten.

Nach der erneuten Führung für den LSC beim 18:17 in der 38. Minute durch Lukas Schulz antwortete Hagen mit einem Rückraumtreffer und 2 Siebenmetertoren zum 18:20. In dieser Phase präsentierte Hagens Keeper Mahnte beeindruckend. LSC-Keeper Inzenhofer, der in der Halbzeit für den sehr gut parierenden Ruch ins Spiel kam, entschärfte einige Bälle aus der Nahwurfzone und elektrisierte Mannschaft und Zuschauer. Es dauerte jedoch bis zur 50. Spielminute, als Matthias Peters erstmals wieder für eine LSC-Führung beim 23:22 sorgen konnte. Das Pendel schien nun für den LSC auszuschlagen, gegen angeknockte Hagener wirkte man etwas frischer und präsenter. Obwohl Tim Hartmann gar auf 25:23 erhöhen konnte, ließ man in dieser Phase einige Möglichkeiten ungenutzt. Eine erneute Wendung nahm das Spiel dann mit einer vollkommen unberechtigten 2 Minuten Strafe gegen Christopher Wolf, der nach einem Block auf die Bank musste und Hagen wieder das gekonnte Überzahlspiel aufziehen konnte. Nach einer erneuten LSC-Unterzahl im Zuge eines Wechselfehlers war die Begegnung nach dem 26:26 durch den Hagener Gaubatz in der 56. Minute auf dem Siedepunkt.

Weder der LSC noch Hagen schafften es in den folgenden Angriffen, den Ball im Tor unterzubringen. 45 Sekunden vor Ende kam der LSC dann in den finalen Ballbesitz, 20 Sekunden vor Ende nutzte LSC-Trainer Andreas Klisch seine letzte Auszeit, um den abschließenden Angriff zu besprechen.

Das Spiel wurde angepfiffen, nach einem Stockfoul gegen Matthias Peters wurde der Ball nach schnell ausgeführtem Freiwurf zu Simon Schlösser gespielt, der mittig mit einem Stemmwurf aus 10 Metern den Ball vorbei an den blockenden Spielern in den rechten Winkel drosch und 1 Sekunde vor der Schlusssirene für den erlösenden Siegtreffer sorgte.

Im anschließenden Spielergespräch gab sich der Siegtorschütze bescheiden: „Ein Stück weit ist dieser Sieg natürlich glücklich, aber mit unserem großen Kampfgeist haben wir uns das heute verdient, denke ich.“

Das Publikum in der stimmungsvollen Halle war jedenfalls begeistert und feierte die Mannschaft mit Standing Ovations.

Übernächsten Freitag, am 18.10, kommt es erneut zu einem Highlightspiel, wenn der LSC den Zweitligaabsteiger aus Neuss/Düsseldorf, die Rhein Vikings empfängt. Zwischendurch kämpft der LSC am Sonntag 13.10, in Gummersbachs Schwalbe Arena um weitere 2 Punkte im Kampf um eine Spitzenplatzierung.

 

Statistik LSC: Ruch, Inzenhofer; Peters 4, Duckert, Pyszora 2, Hartmann 2, Schlösser 3/1, Mestrum, Wolf, Tomassini, Schulz 4, Johnen 4, Zerwas 2, Dahlke 5, Falkenreck

https://www.dhb.de/de/wettbewerbe/3–liga/maenner/maenner-nord-west-2019-20/spieltag–amp–tabelle/

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