AllgemeinBILDSCHIRM STATT BALL – TRAINING IN DER CORONA-ZEIT

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Bildschirm statt Ball

 

Wegen des Lockdowns ruhen Saison und Trainingsbetrieb der Handball-Jugendteams des Longericher SC. Doch das ist kein Grund, nichts zu tun: Die D-Jugend trifft sich regelmäßig beim Zoom-Meeting. Dort werden Tipp- und Quiz-Spiele durchgeführt sowie sportliche Challenges absolviert. Das Ziel: Den Teamgeist zu erhalten und topfit zu sein, wenn es wieder losgeht. Steht die Netzverbindung? Haben alle Kinder den korrekten Zoom-Zugang erhalten? Und laufen die Handball-Videos, die gezeigt werden sollen? Noch wenige Minuten bis zum Training der D-Jugend des Longericher SC – und an den Aufgaben, die Coach Martin Brozek zu erledigen hat, zeigt sich: Normal ist das nicht. Im Spiel sind keine Bälle, Leibchen, Hütchen oder sonstiges Trainingsmaterial. Stattdessen gibt es bis zuletzt IT-Fragen zu klären. Um 18 Uhr beginnt das Meeting. Knapp 30 Mädchen und Jungen sitzen gespannt und vorfreudig zu Hause vor Tablets, Smartphones und Computern, um beim Online-Training dabei zu sein. Schon im Frühjahr 2020 musste der normale Trainingsbetrieb stoppen, seit November sind die Jugendteams erneut in der Warteschleife: Bildschirm statt Ball, Kinderzimmer statt Halle. Alle zwei Wochen organisiert die D-Jungend des LSCfür die Spielerinnen und Spieler der D1, D2 und des Mädchenteams diese virtuellen Trainings. „Es ist wichtig, dass die Kids merken: Wir sind noch da. Nur so bleibt der Teamgeist erhalten“, sagt Martin Brozek.

Um die Meetings attraktiv zu gestalten, lassen sich die Übungsleiter immer neue Dinge einfallen: Bei einem Handball-Quiz konnten die Kids ihr Wissen über ihren Lieblingssport testen, Andreas Klisch, Trainer der „Ersten“, stellte sich als Gast im Zoom-Meeting den Fragen der Kinder. Zudem wird inhaltlich gearbeitet: „Für die jeweils zwei Wochen zwischen den Meetings überlegen wir uns sportlich anspruchsvolle Challenges, die von den Kids gemeistert werden müssen“, sagt Martin Brozek. Es geht um Kondition und Koordination, Ballgefühl und Sprungkraft. Der Trainer ist sich sicher: „Teams, die während des Lockdowns aktiv bleiben, haben einen Vorteil, wenn es wieder losgehen wird.“ Hinzu kommt, dass die Kinder auch in der Lockdown-Zeit ein Ziel haben, auf das sie hinarbeiten können. Brozek: „Unsere Challenges motivieren die Kids, sich zu bewegen und auf ein Ziel hinzuarbeiten – das sind Aspekte, die gerade dann wichtig sind, wenn die Schulen geschlossen sind.“

Gerade abgelaufen ist die 1000-Kilometer-Wette: Rund um die Weihnachtsfeiertage erhielten die Mädchen und Jungen die Aufgabe, gemeinsam 1000 Kilometer zu laufen oder mit dem Rad zu fahren. Die Eltern wetteten dagegen, setzten 200 Euro. Die Kids haben es geschafft, die Teamkasse freut sich. Bei der neuen Challenge sollen die Kinder selbst aktiv werden: Der Reihe nach überlegen sie sich Übungen, die dann von allen nachgemacht werden sollen. „Wichtig ist, dass ihr euch im Vorfeld überlegt, warum diese Übung für euer Handballspiel wichtig ist“, sagt Martin Brozek in die Runde. Danach stellen die Übungsleiter noch ein gemeinsames Tippspiel zur kommenden Weltmeisterschaft vor, zum Schluss guckt die Runde ein bisschen Handball: Per Bildschirmfreigabe läuft eine Zusammenfassung des Endspiels der Champions League zwischen dem THW Kiel und dem FC Barcelona. Schon ein bisschen gemein: Die Profis dürfen weiterspielen, die Jugend- und Amateurteams nicht. „Natürlich haben wir vollstes Verständnis für die notwendigen Maßnahmen im Kampf gegen das Virus“, sagt Chris Stark, Manager Sport beim Longericher SC, als Drittligist das Aushängeschild des Kölner Handballs. „Es gibt aber schon die Sorge, dass der Nachwuchs besonders unter der erneuten Pause zu leiden hat.“

Beim LSC sind vom Lockdown aktuell 230 Kinder- und Jugendliche von den Super-Bambinis bis zur A-Jugend vom Lockdown betroffen; hinzu kommen knapp 170 Aktive aus den Herren- und Frauenteams sowie den weiteren Vereinsabteilungen.Schon die vergangene Saison 2019/2020 musste im März früher abgebrochen werden. Nun steht auch die aktuelle Spielzeit 2020/2021 auf der Kippe: Sollte es bis Mitte Februar nicht möglich sein, wieder mit dem Training in der Halle zu beginnen, wird auchdiese Saison abgebrochen. „Damit ist leider zu rechen“, sagt D-Jugend-Coach Martin Brozek. Sein Blick geht daher bereits noch vorne: „Wir tüfteln daran, wie wir unsere Teams in der kommenden Saison aufstellen werden. Denn eines ist klar: Dann haben wirmächtig Lust darauf, wieder Handball zu spielen – und dann wollen wir angreifen.“ Vollgas statt Lockdown: Damit das funktioniert, benötigen die verschiedenen Jahrgänge und Teams schlagkräftige Coaching-Teams. „Ob ehemalige Aktive, Sportstudierende oder Handballer mit Lust auf erste Erfahrungen als Coach: Wer Interesse an der Trainingsarbeit mit Kindern hat, ist bei uns an der richtigen Adresse“, sagt Chris Stark, Manager Sport beim LSC.

(Autor: André Boße/Longericher SC, Foto-Credit: André Boße/Longericher SC)

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