3.LigaLSCLSC mit Last-Minute Sieg

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Was die Zuschauer in der fast ausverkauften Longericher Sporthalle am Freitag Abend zu boten bekamen war ein Wechselbad der Gefühle. Dass es am Ende zu einem knappen und auch glücklichen Sieg gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste aus Volmetal reichte war indes Ergebnis individueller Klasse und Erfahrung des mitwirkenden Co-Trainers Christian ‚Kiki‘ Born. Der LSC siegte mit 34:33 (16:17).

 

Kurzfristiger Schulz Ausfall

Dass eben dieser Born überhaupt die Handballschuhe schnürte und auf das Spielfeld zurückkehrte entschied sich erst im Laufe des Nachmittags als klar war, dass Aktivposten Lukas Martin Schulz für das abendliche Spiel gegen den Tabellenzwölften ausfällt. Schulz zog sich bei einem Haushaltsunfall eine klaffende Wunde im Fuß zu, die im Krankenhaus versorgt und mit 5 Stichen genäht werden musste. Der Mittelmann gesellte sich somit zu dem bestehenden LSC-Lazarett um die Spieler Inzenhofer (Kreuzbandriss), Zerwas (Bänderriss + syndesmoseband) und Nolting (Bänderriss).


Einen emotionalen Moment erlebten die Zuschauer bereits unmittelbar vor Spielbeginn. Als Zeichen der Solidarität und des Respekts überreichte der LSC unter großem Applaus der Zuschauer dem TuS Volmetal ein Fass Kölsch samt einer Stiege LSC Gläser. Im Zuge der Flutkatastrophe sammelte der Verein den unglaublichen Betrag von knapp 600.000€, die für unterschiedliche Projekte und Betroffene genutzt werden. Durch die Folgen der Flut kam es auch zu dem Heimspieltausch, wodurch das Rückspiel in Volmetal nun am Mittwoch den 23. Februar, einen Tag vor dem Start in den Straßenkarneval, stattfinden wird.

 

Schleppender LSC-Start

Bereits zu Beginn des Spiels erwiesen sich die Volmetaler als hartnäckiger Gegner, der die erste Führung im Spiel erzielte und im weiteren Spielverlauf auch stets vorlegen sollte. Der LSC startete aufgrund des Ausfalls von Lukas Martin Schulz mit der Rückraumreihe Dahlke, Richter und Koenen. Komplettiert wurde die ‚Starting 7‘ um die Aussenspieler Zimmermann (links) und Pyszora (rechts) sowie Tomassini am Kreis. Er erhielt hiermit den Vorzug vor Dustin Thöne, der nach überstandenem Infekt in den Kader zurückkehrte. Im Tor startete Philipp Ruch.

Das Team um das Trainer-Team Stark, Born und Krüger startete zäh in die Partie und lief von Beginn einem Rückstand hinterher. Insbesondere der Abwehr um Kapitän Christopher Wolf, der in der Defensive für Benni Richter übernahm, gelang zu selten, die Angriffe der Gäste zu unterbinden, Ballverluste zu provozieren oder Würfe aus schlechten Positionen zu erzwingen. Darüber hinaus konnte weder Torhüter Ruch noch sein Kompagnon Tjorven Hoemberg an die Leistungen der letzten Wochen anknüpfen, so dass am Ende des Spiels lediglich vier Paraden auf der Habenseite standen.

Im Angriff scheiterte man immer wieder am Gästetorhüter, der insbesondere in Halbzeit eins eine starke Leistung bot, so dass sich der Rückstand bei 2-3 Toren einpendelte. Jedoch zeigte der LSC trotz erschwerter Bedingungen auch immer wieder tolle Ballstafetten, die erfolgreich abgeschlossen wurden. Zum Ende der ersten Spielhälfte kämpfte sich der LSC zunehmend heran. Unter dem frenetischen Applaus der Zuschauer verkürzte die Mannschaft den zwischenzeitlichen 4-Tore Rückstand (10:14) auf ein Tor, so dass beim Stande von 16:17 die Seiten gewechselt wurden.


Auch nach der Pause hielt das hohe Spieltempo an

Während sich die Zuschauer bei leckerem Peters Kölsch und knackiger Bratwurst für stärkten ging es für die Mannschaft darum, den positiven Endspurt mit in die zweite Halbzeit zu nehmen und damit an das letzten Heimspiel gegen die SG Menden Sauerland anzuknüpfen. Auch hier lag die Mannschaft zur Halbzeit mit einem Treffer im Hintertreffen und siegte am Ende noch recht deutlich. Dieses Mal sollte es aber spannender und dramatischer werden. Die couragiert auftretenden Gäste agierten weiterhin überaus souverän und kaltschnäuzig. Über 19:17 und 21:19 zogen sie bis auf 27:24 davon.Zwischenzeitlich gelang dem LSC zweimal der Ausgleich, die Wende sollte aber noch auf sich warten lassen. Allerdings nahm das Tempo in dieser Zeit nochmals zu, so dass Treffer auf Gegentreffer folgte, was zu dem hohen Unterhaltungswert des Spiels beigetragen hat.

 

Born lässt den LSC jubeln

Nachdem ‚Kiki‘ Born bereits in Hälfte eins zum Einsatz kam und einen ersten Treffer beisteuern konnte, stand er ab Minute 45 durchgängig auf der Platte. Zusammen mit Marian Dahlke und Daniel Koenen oder Matthias Peters bildete er die neue Rückraum-Reihe. Angeführt von Born verschob sich das Momentum zunehmend in Richtung des LSC. Die Gäste legten nach wie vor vor, der LSC sich aber nicht mehr abschütteln und antworte jeweils mit dem Ausgleich. Born führte Regie, glänzte als Torschütze und setzte darüber hinaus die Rückraumschützen Peters (4 Tore) und Dahlke (6 Tore) immer wieder gekonnt in Szene.

In dieser Phase hätte der LSC bereits mehrfach in die Führung gehen können, vergab aber die sich ihm bietenden Chancen. So dauerte es bis zur letzten Spielminute – die Hallenuhr zeigte 59:15 – bis Kreisläufer Dustin Thöne den viel umjubelten Führungstreffer erzielte. Spätestens hier stand die Halle Kopf und es hielt die Zuschauer nicht mehr auf ihren Plätzen. Frenetisch wurde das Team angefeuert, die nächsten zwei Punkte sollten in Lunke bleiben. Die Volmetaler riskierten alles und ersetzten den Torhüter gegen einen weiteren Felspieler. Nach einer 2-Minuten Zeitstraffe gegen den 4-fachen Torschützen ‚Kiki‘ Born standen fünf Longericher sieben Volemtaler gegenüber und zu spielen waren noch gut 40 Sekunden. Die verbliebenen Spieler verteidigten voller Leidenschaft und zwangen den Gast zu einem Wurf aus nicht allzu optimaler Position. Diesen parierte Torhüter Ruch gut 10 Sekunden vor Spielende. Tosender Applaus durchflutete die Sporthalle, der nach der Schlusssirene in den Freudentaumel der Mannschaft überging. Im Mittelpunkt der 40-jährige Co-Trainer ‚Kiki Born’, der von Trainer Stark und den Zuschauern als Spieler des Spiels gekürt wurde.

Das Team verabschiedet sich nun erst einmal in eine kurze Pause und erwartet am Samstag den 13.11. um 19 Uhr die ESG Gensungen/Felsberg zum dritten Heimspiel in Folge in der Sporthalle der Carl-von-Ossietzkystr Gesamtschule. Der LSC bedankt sich bei den zahlreichen Zuschauern für die grandiose Unterstützung und sehnt sich nach dem nächsten Handballfest, vor hoffentlich ähnlicher toller Kulisse.

Der LSC spielte in folgender Aufstellung: Ruch, Hoemberg; Koenen (4), Peters (4), Pyszora (2), Richter (1/1), Lux, Thöne (3), Wolf (1), Tomassini (3), Zimmermann (6/3), Born (4), Dahlke (6)

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