Punktgewinn nach großem Kampf: LSC startet mit 30:30 gegen Rodgau
Eine Woche nach dem sensationellen Pokalerfolg gegen Zweitligist HSG Nordhorn-Lingen ist der Longericher SC Köln mit einem 30:30 (16:18) gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden in die neue Drittligasaison gestartet.
In einer intensiven Partie kämpfte sich der LSC mehrfach nach Rückständen zurück und sicherte sich in der Schlussphase einen verdienten Punkt.
Dabei waren die Vorzeichen alles andere als einfach. Die schwere Verletzung von Lennart Niehaus aus dem Pokalspiel beschäftigte die Mannschaft auch in der vergangenen Woche. Zudem war der Einsatz von Robin Kremp lange fraglich. Der Linkshänder konnte schließlich auflaufen, war nach seiner Verletzungspause aber noch nicht wieder bei 100 Prozent.
„Die Woche war für uns emotional nicht ganz einfach. Die Diagnose bei Lennart hat uns alle getroffen“, sagt Trainer Chris Stark. „Deshalb war es wichtig, dass wir als Mannschaft noch enger zusammengerückt sind.“
Rodgau erwischt den besseren Start
Auf dem Feld entwickelte sich von Beginn an das erwartet intensive Spiel. Bis zum 5:6 blieb der LSC dran, anschließend konnten sich die Gäste erstmals absetzen. Beim 6:11 nach knapp 15 Minuten lag der LSC erstmals mit fünf Treffern zurück.
Doch die Kölner ließen sich nicht abschütteln, der Rückstand wurde Stück für Stück verkürzt. Mit einem Wörmann-Treffer unmittelbar vor der Pause ging es beim 16:18 in die Kabine.
„Wir haben in der ersten Halbzeit nicht gut verteidigt und Rodgau zu viele einfache Möglichkeiten gegeben. Zudem waren wir mit einigen Referee-Entscheidungen nicht einverstanden. Aber dass der 2-Tore-Rückstand irgendwo verdient war, wussten wir, wir wollten in der zweiten Hälfte ein anderes Gesicht zeigen“, so Stark.
LSC bleibt hartnäckig
Nach dem Seitenwechsel war Longerich sofort da. Wörmann und Lennart Leitz stellten innerhalb von gut zwei Minuten auf 18:18. Es entwickelte sich nun ein Spiel, in dem Rodgau zwar immer wieder vorlegte, der LSC aber konsequent dranblieb.
Auch beim 21:23, 23:25 und später beim 25:27 fanden die Gastgeber immer wieder eine Antwort.
„Was mir sehr gut gefallen hat, war die Mentalität der Mannschaft. Wir haben nie aufgegeben. Auch wenn wir spielerisch nicht unseren besten Tag hatten, haben die Jungs immer weitergemacht,“ so Stark.
Kämper sichert den Punkt
In der Schlussphase wurde es dramatisch. Schulz glich beim 29:29 erstmals seit längerer Zeit wieder aus, Rodgau ging per Siebenmeter noch einmal mit 30:29 in Führung. Nach der Longericher Auszeit war es schließlich Jonas Kämper, der in der 58. Minute das 30:30 erzielte. Dabei blieb es, weil auf LSC-Seite ein Mal Babic parierte und einmal ein Ballverlust erzwungen wurde, und auf LSC-Seite zwei Mal von Rechtsaußen der mögliche Siegtreffer vergeben wurde.
„Am Ende können nach diesem Spielverlauf wir mit dem Punkt leben“, resümiert Stark. „Wir waren sicherlich nicht so frisch und frei wie eine Woche zuvor im Pokal. Aber wie die Mannschaft nach dieser Woche und den Rückständen stabil ist, macht mich zufrieden, aber klar ist, dass wir unsere Möglichkeiten in der zweiten Hälfte besser hätten nutzen können.“
Heimspielwoche
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt dem LSC nicht. Bereits am Mittwoch wartet mit dem TV Gelnhausen das nächste Heimspiel, ehe wenige Tage später mit dem TuS 82 Opladen die nächste anspruchsvolle Aufgabe in der LSC Arena folgt.
„Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Wir nehmen den Punkt mit und wissen gleichzeitig, dass wir uns in einigen Bereichen steigern müssen. Genau dafür ist diese junge Mannschaft da: Wir wollen uns entwickeln und von Spiel zu Spiel besser werden,“ so Stark.
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