Saisonstart unter besonderen Vorzeichen: LSC empfängt Rodgau Nieder-Roden
Nach dem sensationellen Pokalerfolg gegen die HSG Nordhorn-Lingen wartet auf den Longericher SC Köln am Wochenende der Start in die neue Drittligasaison.
Am Samstagabend empfängt der LSC um 20 Uhr die HSG Rodgau Nieder-Roden in der LSC Arena.
Die Vorfreude auf den Saisonstart wird allerdings von einer bitteren Nachricht überschattet: Lennart Niehaus hat sich im Pokalspiel einen Kreuzband- und Meniskusriss zugezogen und wird dem LSC langfristig fehlen.
„Das hat unsere Begeisterung über den Pokalerfolg natürlich erheblich getrübt“, sagt Trainer und Manager Chris Stark. „Wenn ich den Sieg gegen Nordhorn gegen eine gesunde Saison für Lennart eintauschen könnte, würde ich mich sofort dafür entscheiden.“
Niehaus war in hervorragender Verfassung in die neue Spielzeit gegangen. Nach einer starken Vorbereitung sollte der Rückraumspieler eine wichtige Rolle in der jungen Longericher Mannschaft übernehmen.
„Lennart ist für uns menschlich und sportlich ein extrem wichtiger Spieler, er ist ein Vollbluthandballer, kommt gerne ins Training und liebt den Wettkampf. Dass ihn jetzt eine solche Verletzung trifft, ist extrem bitter.“
Schlanker Kader muss Ausfall auffangen
Sportlich stellt die Verletzung den LSC früh vor eine große Herausforderung. Entsprechend schwer wiegt ein langfristiger Ausfall bereits vor dem ersten Ligaspiel. Hoffnung gibt die mögliche Rückkehr von Robin Kremp. Der Linkshänder wurde gegen Nordhorn aufgrund seiner vorherigen Leistenprobleme noch geschont und könnte gegen Rodgau wieder zur Verfügung stehen. Daneben müssen die Longericher die Verantwortung im Rückraum neu verteilen.
„Wir müssen als Mannschaft jetzt noch enger zusammenrücken“, sagt Stark. „Wir hoffen sehr, dass Robin wieder zur Verfügung steht. Darüber hinaus werden wir Lösungen finden und die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen.“
Entwicklung statt konkreter Tabellenplatz
Trotz des Rückschlags überwiegt beim LSC die Vorfreude auf die neue Saison. Der ohnehin junge Kader wurde im Sommer noch einmal verjüngt. Das Durchschnittsalter liegt bei lediglich 23,8 Jahren, damit gehört der LSC zu den jüngsten Teams der Liga.
Entsprechend möchte Stark den Erfolg der neuen Spielzeit nicht ausschließlich an einer Tabellenposition messen. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung der Mannschaft und einzelner Spieler.
„Wir haben junge, spannende Spieler, die wir weiter aufbauen wollen.“
Gleichzeitig sieht Stark seine Mannschaft im Entwicklungsprozess bereits weiter als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Die Neuzugänge hätten sich schnell integriert, während erfahrene Kräfte wichtige Führungsrollen übernehmen.
Rodgau als erste echte Standortbestimmung
Mit der HSG Rodgau Nieder-Roden wartet zum Auftakt direkt ein anspruchsvoller Gegner. Die Hessen gehörten in der vergangenen Saison lange zur Spitzengruppe, ehe sie in der Rückrunde etwas an Boden verloren. Stark erwartet eine spielstarke Mannschaft mit hohem Tempo und ausgeprägter Qualität im Eins-gegen-eins.
„Rodgau kann richtig guten Handball spielen. Da brauchen wir eine Top-Leistung. Gegen Nordhorn konnten wir die Underdogrolle genießen und völlig ohne Druck spielen. Jetzt ist die Situation eine andere. Durch unsere vergangene Saison gehen wir sicherlich eher als Favorit in die Partie. Mit dieser Rolle müssen wir umgehen.“
Dabei soll auch die Stimmung aus dem Pokalspiel mitgenommen werden. Die LSC Arena hatte beim Erfolg gegen den Zweitligisten für einen außergewöhnlichen Rahmen gesorgt.
„Wir wollen den Ballast der Verletzung ein Stück weit abwerfen und gerade auch für Lennart spielen. Unser Ziel ist ganz klar, die ersten beiden Punkte der Saison zu holen,“ so Stark.
Drei Heimspiele innerhalb einer Woche
Der Auftakt gegen Rodgau ist gleichzeitig der Start in eine intensive erste Saisonphase. Bereits wenige Tage später empfängt der LSC unter der Woche den TV Gelnhausen, ehe mit dem TuS 82 Opladen das nächste attraktive Heimspiel folgt.
Damit stehen innerhalb von nur sieben Tagen gleich drei hochkarätige Aufgaben in der LSC Arena an.
„Die Saison geht richtig knackig los. Drei solche Spiele innerhalb einer Woche sind eine Herausforderung, aber genau darauf freuen wir uns auch. Wir hoffen, dass die Halle ähnlich voll wird und eine ähnliche Stimmung entsteht wie gegen Nordhorn. Da war das Dach wirklich kurz davor wegzufliegen,“ so Stark.
Longericher SC Köln – HSG Rodgau Nieder-Roden
Samstag | 20 Uhr | LSC Arena
Tickets: Karten LSC – Rodgau
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