LSC reist zur TSG Münster – Duell mit Highscoring-Potenzial
Nach zwei hart umkämpften Unentschieden gegen Saarlouis und Friesenheim/Hochdorf steht für den Longericher SC am Samstag die nächste anspruchsvolle Aufgabe in der 3. Liga an. Der LSC reist zur TSG Münster in den Taunus und trifft dort in Kelkheim auf einen direkten Konkurrenten im Verfolgerfeld.
Münster ist gut in die Saison gestartet und liegt aktuell zwei Plätze vor den siebtplatzierten Longerichern. Der LSC erwartet entsprechend große Gegenwehr – und vor allem ein temporeiches Spiel.
„Ich glaube, dass wir uns auf ein Highscoring-Game einstellen können“, sagt LSC-Trainer Christian Stark.
Münster hat in fünf Spielen bereits 155 Tore erzielt. Der LSC ist ähnlich veranlagt und steht nach sechs Spielen bei 184 Treffern.
Nach der Niederlage in Düsseldorf-Ratingen zeigte der LSC gegen Meister Saarlouis und zuletzt beim 30:30 gegen Friesenheim/Hochdorf sowie im Pokal gegen Hagen gute Leistungen, daran will man nun auswärts anknüpfen, trotz der nach wie vor schwierigen Personalsituation.
„Wir wollen jetzt endlich wieder einen doppelten Punktgewinn und uns in der Tabelle dahin orientieren, wo wir hinwollen“, so Stark. „Die Liga ist unglaublich eng. Krefeld, Saarlouis und Gelnhausen stehen erwartungsgemäß ganz oben, dahinter gibt es aber eine ganze Reihe sehr guter Mannschaften. Da kann am Ende jeder Punkt entscheidend sein.“
Münster gehört für Stark zu genau diesem Kreis. Besonders im Fokus steht dabei Patrick Weber, der mit 55 Treffern nach fünf Spielen einen herausragenden Saisonstart hingelegt hat. Aber auch im Rückraum verfügt die TSG mit Spielern wie Lars Zelser und Gollan über viel Qualität, zudem eine gute Kreis-Kooperation und mit Jepsen einen hochkarätigen Torwart.
Eine besondere Verbindung gibt es zudem über den Beachhandball. Lars Zelser kennt die Longericher Nationalspieler Lennart Wörmann und Severin Henrich aus diesem Umfeld. Am Samstag wird aus der freundschaftlichen Verbindung allerdings für 60 Minuten sportliche Konkurrenz.
Die personelle Situation bleibt angespannt, zwar kehrten Schulz und Dahlke ins Teamtraining zurück, jedoch fehlte Kremp mit Infekt unter der Woche. „Wenn von 14 Spielern fünf fehlen, sind wir weiterhin darauf angewiesen, dass uns ehemalige Spieler unterstützen“, erklärt Stark. „Am Kreis wird uns höchstwahrscheinlich Dustin Thöne helfen, weil uns dort beide Kreisläufer derzeit fehlen.“
Auf Münster folgen mit Vallendar sowie den Zweitvertretungen aus Dutenhofen und Dormagen weitere interessante Aufgaben. Leicht wird davon keine.
„Das sind alles gefährliche Spiele. Da gewinnen wir nichts mit links oder mit halber Kraft. Wir brauchen absolute Top-Leistungen,“ so Stark.
Auch aus der vergangenen Saison hat der LSC noch eine kleine Rechnung mit Münster offen. Das Auswärtsspiel entwickelte sich zu einem spektakulären Schlagabtausch und endete nach einem 21:23-Pausenrückstand 33:33. Im anderen Duell nahm Münster die Punkte aus Köln mit.
„Wir wissen also, was auf uns zukommt“, sagt Rückraumspieler Lennart Wörmann. „Wir sind hochmotiviert und wollen nach den beiden Unentschieden jetzt wieder ein Spiel für uns entscheiden. Aus dem vergangenen Jahr haben wir mit Münster außerdem noch ein bisschen eine Rechnung offen – die würden wir am Samstag gerne begleichen.“
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