Kämpferischer Auftritt bleibt unbelohnt: LSC unterliegt in Münster 32:34
Der Longericher SC muss sich nach einem über weite Strecken guten Auswärtsspiel bei der TSG Münster mit 32:34 geschlagen geben. Nach einem Traumstart und einer 7:2-Führung entwickelte sich die erwartet temporeiche Partie, die bis in die Schlussphase völlig offen blieb.
Am Ende scheiterte der LSC vor allem an seiner Chancenverwertung – und an einem in der entscheidenden Phase überragenden Münsteraner Torhüter.
Dabei begann die Partie genau so, wie es sich die Longericher vorgenommen hatten. Der LSC drückte von Beginn an aufs Tempo, stand defensiv aufmerksam und bekam durch Lennart Kohl im Tor früh die ersten Paraden. Schnell setzte sich Longerich auf 7:2 ab.
„Das war wirklich eine Startphase wie gemalt für uns. Wir haben das Tempo extrem angezogen, hatten eine gute Verteidigung und Lennart hat direkt ein paar Bälle angefasst. Da hat zunächst eigentlich alles so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt hatten“, sagt LSC-Trainer Christian Stark.
Ab der zehnten Minute änderte sich allerdings das Bild. Münster fand zunehmend Lösungen gegen die Longericher Defensive, kam zu einfacheren Toren und arbeitete sich Stück für Stück zurück. Zur Pause war die Begegnung wieder völlig offen.
Damit entwickelte sich genau das Highscoring-Spiel, das beide Mannschaften im Vorfeld erwartet hatten. Auch in der zweiten Halbzeit konnte sich zunächst kein Team entscheidend absetzen. Mal lag Münster vorne, mal der LSC – es entwickelte sich ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen.
In der entscheidenden Phase fehlte Longerich dann auch das nötige Quäntchen Glück. Zwischen der 45. und 55. Minute landeten gleich drei LSC-Abschlüsse am Pfosten. Auch mit der einen oder anderen Entscheidung der Unparteiischen waren die Longericher in dieser Phase nicht glücklich.
Entscheidend für die Niederlage war aus Sicht von Stark allerdings ein anderer Faktor: die eigene Chancenverwertung.
Während Münster seine Angriffe weiterhin konsequent abschloss, scheiterte der LSC immer häufiger am Torhüter der Gastgeber. Allein in der Schlussviertelstunde entschärfte der Münsteraner Keeper nach Longericher Zählung sieben Würfe.
„Am Ende haben wir den gegnerischen Torwart zum Helden geschossen. Wenn ein Torhüter in der letzten Viertelstunde sieben Paraden hat, wird es natürlich extrem schwer, ein so enges Spiel zu gewinnen“, sagt Stark. „Wir hatten unsere Möglichkeiten, haben sie aber nicht konsequent genug genutzt. Münster hat das auf der anderen Seite besser gemacht.“
So blieb der LSC bis zum Ende im Spiel, konnte die Partie aber nicht mehr auf seine Seite ziehen. Nach 60 intensiven Minuten stand eine 31:33-Niederlage, die angesichts des Spielverlaufs besonders schmerzte.
„Das ist wirklich schade, weil ich finde, dass wir ein sehr gutes Spiel gemacht haben und uns dafür gerne belohnt hätten. In einer sehr lauten Halle war das ein intensives Spiel gegen einen guten Gegner. Am Ende müssen wir aber auch bei uns selbst bleiben: Wenn du deine Chancen in der entscheidenden Phase nicht nutzt und der Gegner das konsequenter macht, gehst du in so einem engen Spiel eben als Verlierer vom Platz.“
Nach den beiden Unentschieden gegen Saarlouis und Friesenheim/Hochdorf bleibt dem LSC damit erneut die volle Belohnung für einen guten Auftritt verwehrt. Die Leistung in Münster macht Mut, die fehlenden Punkte schmerzen allerdings.
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