LSC empfängt Aufsteiger HV Vallendar – „Wir jammern nicht, wir kämpfen weiter!“
Am Samstag (Anwurf 19.00 Uhr, LSC Arena CvO-Gesamtschule) steht für den Longericher SC Köln das nächste Heimspiel in der 3. Liga an. Mit dem HV Vallendar gastiert ein Aufsteiger im Kölner Norden, der erstmals in einem Pflichtspiel auf den LSC trifft. Nach zuletzt guten Leistungen, aber ausbleibenden Siegen wollen die Longericher trotz weiterhin erheblicher personeller Probleme endlich wieder doppelt punkten.
Während der Longericher SC zum festen Inventar der 3. Liga gehört, hat der HV Vallendar in dieser Saison den Aufstieg aus der Regionalliga Rheinland geschafft. Für beide Mannschaften ist es das erste Aufeinandertreffen in einem Pflichtspiel in der 3.Liga. Ganz unbekannt ist der Gegner in Longerich allerdings nicht.
„Ich kann mich erinnern, dass wir zu Oberliga-Zeiten einmal ein Testspiel gegen Vallendar bestritten haben. Damals war ich noch ein ziemlich junger Trainer“, erinnert sich LSC-Coach Christian Stark. „Unsere Torhüter-Legende Valentin Inzenhofer hatte gute Verbindungen in die Rhein-Mosel-Region. So kam es zu einigen Begegnungen und Turnieren. In der Regionalliga-Zeit damals unter Schnitzel gab es auch mal Aufeinandertreffen, seit Erschaffung der 3. Liga aber nicht.“
Besonders freut sich Stark auf das Wiedersehen mit Joshua Reuland. Der ehemalige Longericher spielte während seines Studiums in Köln für den LSC in der 3. Liga und schaffte anschließend den Sprung in die 2. Bundesliga. Nach vielen Jahren beim TSV Bayer Dormagen ist er inzwischen für Vallendar aktiv.„Joshi hat damals bei uns gespielt und über den LSC den Schritt in die 2. Liga geschafft. Er hat anschließend viele Jahre in Dormagen gespielt und lässt seine Karriere jetzt in Vallendar ausklingen, wo er mittlerweile auch seinen Lebensmittelpunkt hat. Ich freue mich sehr auf das Wiedersehen.“
Sportlich erwartet der LSC einen unangenehmen Gegner. Der Aufsteiger hat sich in den ersten Saisonspielen durchaus achtbar geschlagen, mehrfach knappe Ergebnisse erzielt und seinen Kader zuletzt noch einmal verstärkt, spielt clever im 7:6-Angriff. Entsprechend ist Vallendar für Stark keinesfalls zu unterschätzen.
Personalsituation erreicht neuen Tiefpunkt
Die größte Herausforderung liegt für die Longericher derzeit allerdings weiterhin in den eigenen Reihen. Verletzungen und Erkrankungen sorgen seit Wochen für erhebliche Probleme. Zu Beginn der Trainingswoche standen zeitweise gerade einmal fünf Feldspieler zur Verfügung.
„Ich glaube, das war in meiner langjährigen Trainertätigkeit tatsächlich ein neuer Tiefpunkt, was Verletzungen und Krankheiten angeht“, berichtet Stark. „Die fitten Jungs hauen alles rein. Aber jeder, der schon einmal ein paar Tage krank im Bett gelegen hat, weiß, dass man anschließend nicht sofort wieder bei hundert Prozent ist.“
Dass sich die schwierige personelle Situation auch auf die sportlichen Ergebnisse auswirkt, liegt für Stark auf der Hand. Nach zuletzt zwei Unentschieden und der knappen 31:33-Niederlage bei der TSG Münster steht der LSC mit weniger Punkten da, als man sich zu diesem Zeitpunkt der Saison erhofft hatte.
Auch die Trainingsgestaltung stellt das Trainerteam um Stark und Co-Trainer Philipp Krüger vor besondere Aufgaben.
„Wir versuchen natürlich, mit jeder Trainingsgruppe ein gutes und sinnvolles Training zu gestalten. Aber wenn dir so viele Spieler fehlen, kannst du viele taktische Dinge und Spielformen, die du am Wochenende im Sechs-gegen-Sechs brauchst, schlichtweg nicht trainieren. Da ist von den Spielern momentan auch sehr viel Kreativität gefordert,“ so Co-Trainer Philipp Krüger.
„Jetzt erst recht!“
Trotz aller Schwierigkeiten ist von Resignation in Longerich keine Spur. Im Gegenteil: Innerhalb der Mannschaft hat sich nach den vergangenen Wochen eine ausgeprägte Jetzt-erst-recht-Mentalität entwickelt.
„Wir jammern nicht, wir kämpfen einfach weiter. Ich bin vollkommen davon überzeugt, dass die Belohnung in Form von zwei Punkten nicht mehr lange auf sich warten lassen wird“, betont Torhüter Roman Babic, der zum Ende der Woche von A-Jugend-Torwart Tim Hövel assistiert wurde, da Kull fiebrig war.
Besonderen Respekt zollt Torwart Babic dabei den Spielern, die in den vergangenen Wochen eine außergewöhnlich hohe Belastung tragen mussten. „Wenn ich an Luki, Leitzi oder Chappi denke, die in den vergangenen Wochen teilweise nahezu jedes Spiel durchgespielt haben und dabei ein enormes Tempo gehen und auch im Training voll dabei sind immer, dann kann ich nur den Hut ziehen. Das ist absolut vorbildlich und verdient großen Respekt.“
Gleichzeitig macht LSC-Trainer Chris Stark keinen Hehl daraus, dass der Wunsch nach dem nächsten Sieg immer größer wird.
„Natürlich steigt mit jedem Spiel ohne Sieg auch der Druck. Das ist im Sport ganz normal. Wir spielen Handball, um Spiele zu gewinnen, und das wollen wir auch gar nicht kleinreden. Wir wollen am Samstag zu Hause mit unseren Fans im Rücken unbedingt zwei Punkte holen.“
Vor dem Spiel der Ersten gibt es eine sehr gute Gelegenheit, dem aufgezogenen herbstlichen Wetter zu entfliehen und Handball zu schauen in der CVO-Halle:.
14.15 Uhr LSC Dritte gegen Hürth
16.30 Uhr LSC Zweite gegen HC Weiden
19.00 LSC Erste gegen Vallendar
Und am Sonntag 11/10 geht das Spektakel weiter, hier die LSC-Heimspiele:
Sonntag, 11.10.2026
09:30 Uhr: Longericher SC EII – Longericher SC EIII
11:00 Uhr: Longericher SC wE – TuS Königsdorf
12:30 Uhr: Longericher SC wD – HSG Refrath/Hand
14:00 Uhr: Longericher SC D2 – Pulheimer SC mD
15:30 Uhr: Longericher SC wC – HSG Refrath/Hand
19:15 Uhr: Longericher SC Vierte – TV Jahn Köln-Wahn III
Zusammenhängende Posts




