LSC dreht nach der Pause auf und feiert deutlichen Heimsieg gegen den HV Vallendar
Der Longericher SC Köln belohnt sich nach hart umkämpfter erster Halbzeit mit einer starken Leistungssteigerung – 24 Treffer nach der Pause sorgen für Begeisterung in der LSC-Arena.
Der LSChat endlich wieder einen Sieg eingefahren – und das am Ende sogar deutlich. Gegen den Aufsteiger HV Vallendar setzte sich der LSC am Samstagabend in der heimischen LSC-Arena nach einer lange umkämpften Begegnung durch. Vor allem eine starke zweite Halbzeit mit beeindruckenden 24 Treffern sorgte dafür, dass die Kölner das Spiel noch klar zu ihren Gunsten entscheiden konnten.
Dabei präsentierten sich die Gäste aus dem Rhein-Mosel-Gebiet zunächst genau so, wie es die Longericher erwartet hatten: mit einer körperbetonten, kernigen Verteidigung und einem geduldigen Angriffsspiel. Vallendar bestimmte über weite Strecken der ersten Halbzeit das Geschehen und legte beim Spielstand immer wieder vor.
Dass der LSC zunächst einem Rückstand hinterherlaufen musste, lag allerdings auch an der eigenen Chancenverwertung. Bereits beim frühen 2:4 hatten die Gastgeber mehrere hochkarätige Möglichkeiten ausgelassen.
Trotzdem bewahrten die Kölner die Ruhe. In der Halbzeitpause wurde noch einmal an den gemeinsam erarbeiteten Matchplan erinnert. Entscheidend sollte vor allem eine weitere Steigerung des Spieltempos werden.
„Wir haben in der Pause gesagt, dass wir weiter an das glauben müssen, was wir vorbereitet haben. Vieles war auch in der ersten Halbzeit schon okay. Wir wollten vor allem das Tempo noch einmal deutlich erhöhen,“ so Stark.
Genau dieser Plan ging auf. Mit zunehmender Spieldauer machte sich das höhere Tempo bemerkbar. Longerich fand immer bessere Lösungen gegen die kompakte Gästeabwehr und konnte sich zunehmend durchsetzen. Auch personelle Umstellungen zahlten sich aus. Marian Dahlke übernahm in der zweiten Halbzeit die Kreisposition von Malte Nolting und brachte mit einer starken Leistung zusätzliche Dynamik ins Longericher Angriffsspiel.
„Wir haben in der zweiten Halbzeit besser verteidigt. Das sieht man nicht unbedingt an der reinen Zahl der Gegentore, weil das Tempo deutlich höher war. Aber unsere Zweikampfqualität und unser gesamtes Abwehrverhalten waren besser. Und vorne haben wir dann wirklich hervorragenden Handball gespielt,“ so LSC-Kapitän Lukas Martin Schulz.
24 Treffer in nur 30 Minuten unterstrichen die offensive Leistungssteigerung eindrucksvoll. Nachdem sich der LSC den Vorsprung zunächst hart erarbeiten musste, entwickelte sich die Schlussphase schließlich zu einer sehenswerten Vorstellung der Gastgeber.
Besonders ein spektakuläres Kempa-Anspiel von Lukas Martin Schulz auf Lennart Wörmann sorgte für Begeisterung auf den Rängen. Die sehenswerte Aktion gehörte zu den Höhepunkten eines Handballabends, der nach einer langen Phase intensiver Zweikämpfe schließlich auch spielerische Glanzlichter bot.
„Das war schon ein echtes Kabinettstückchen, das die Leute von den Sitzen gerissen hat. Aber man darf nicht vergessen, wie hart wir vorher für diesen Vorsprung arbeiten mussten. Das war über weite Strecken ein sehr umkämpftes Spiel. Dass wir am Ende sogar noch solche Aktionen zeigen konnten, war vor allem dem kämpferischen Einsatz der gesamten Mannschaft geschuldet,“ so Stark.
Für eine besondere Atmosphäre sorgten auch zahlreiche Gäste von der Deutschen Sporthochschule Köln. Rund 80 Erstsemester waren der Einladung des LSC gefolgt und erlebten einen abwechslungsreichen Handballabend in Longerich.
„Es war super erfreulich, dass so viele junge Studierende heute bei uns waren. Es hat großen Spaß gemacht, vor ihnen Handball zu spielen. Wir hatten eine tolle Stimmung in der Halle und konnten uns am Ende mit einem Sieg belohnen, der uns natürlich sehr guttut,“ so „LMS“.
Unter den Zuschauern befanden sich zudem zwei ehemalige Longericher, die sich das Gastspiel des HV Vallendar nicht entgehen lassen wollten: Valentin Inzenhofer und Max Zervas, die beide aus der Rhein-Mosel-Region stammen. Inzenhofer war dabei sogar als Co-Kommentator an der Seite von Jannis Kamann bei Sporteurope.TV im Einsatz.
Nach dem wichtigen Heimerfolg steht für den Longericher SC zunächst ein spielfreies Wochenende an. Während ein Großteil der Mannschaft die Gelegenheit nutzen kann, Kräfte für die kommenden Aufgaben zu sammeln, geht es für zwei Longericher international weiter: Lennart Wörmann und Severin Henrich reisen nach Portugal, wo sie an der Champions League im Beachhandball teilnehmen.
Anschließend beginnt für den LSC die intensive Phase der Herbst- und Wintermonate. Der deutliche Erfolg gegen Vallendar soll dafür neuen Schwung geben
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