TSG Münster vs. Longericher SC Köln 33:33 (23:21)
Der Longericher SC erkämpft sich im Auswärtsspiel bei Münster ein 31:31-Unentschieden und nimmt nach einer intensiven Partie einen Punkt mit nach Köln.
Die personellen Voraussetzungen waren dabei alles andere als optimal. Neben Lennart Wörmann (Auslandssemester) musste der LSC kurzfristig auch auf Kreisläufer Nolting verzichten, der sich unter der Woche am Auge verletzte. Zudem fiel Michel Gerfern verletzungsbedingt komplett aus und stand nicht im Kader.
Offener Beginn und torreiche erste Halbzeit
LSC-Trainer Chris Stark schickte sein Team mit Richter auf Linksaußen, Schulz, Niehaus und Kämper im Rückraum, Pyszora auf Rechtsaußen sowie Bertenbreiter am Kreis ins Spiel. Im Tor begann Babic, der nach seinem starken Auftritt bei der SGSH Dragons erneut das Vertrauen erhielt.
Bis zum 3:3 entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, ehe der Gastgeber erstmals mit zwei Treffern in Führung ging. Münster – angeführt vom siebenfachen Torschützen Weber – setzte sich in der Folgezeit auf bis zu vier Tore ab. Der LSC ließ sich jedoch nicht abschütteln und fand immer wieder Antworten im Angriffsspiel.
Im Verlauf der ersten Halbzeit kam Kull für den zunächst glücklosen Babic ins Tor. Zudem variierte der LSC offensiv: zeitweise agierten die Gäste mit drei Rechtshändern im Rückraum, auf Rechtsaußen ersetzte Leitz Pyszora. Kurz vor der Pause belohnte sich der LSC für seine Moral – Jonas Kämper versenkte einen Wurf aus rund elf Metern mit der Sirene sehenswert im Winkel. Mit einem 23:21 für Münster wurden die Seiten gewechselt.
Defensive Umstellung bringt Kontrolle
Nach dem Seitenwechsel griff Chris Stark zu einem entscheidenden taktischen Mittel. Anders als in Durchgang eins stellte der LSC nun defensiv um und agierte nahezu durchgängig in einer 5:1-Abwehr, insbesondere mit Fokus auf Weber sowie die zentralen Rückraumspieler der Gastgeber. Der Effekt war deutlich spürbar: Münster tat sich zunehmend schwer, klare Abschlüsse zu generieren.
Auch offensiv veränderte der LSC seine Struktur. Phasenweise agierte das Team ohne etatmäßigen Kreisläufer, stattdessen ging Rückraumspieler Henrich immer wieder in die Tiefe, band Gegenspieler und schuf Räume für Würfe aus dem Rückraum. Vor allem Kämper nutzte diese Situationen konsequent.
Die Partie verlor nun an Toren, gewann dafür an Spannung. Babic auf LSC-Seite und Welkenbach im Tor der Gastgeber avancierten zu prägenden Akteuren und vereitelten zahlreiche klare Chancen. Aus Kölner Sicht besonders bitter: Mehrere freie Würfe blieben ungenutzt, darunter auch zwei vergebene Siebenmeter des Kapitäns Schulz.
Punkt nach intensiver Schlussphase
Trotzdem bekam der LSC zunehmend Oberwasser und ging im zweiten Durchgang mehrfach in Führung. Vor allem Leitz zeigte sich treffsicher, auch wenn er in der Schlussphase ein, zwei Möglichkeiten liegen ließ. Münster blieb jedoch stets in Reichweite.
In den letzten Minuten verpasste es der LSC, sich entscheidend abzusetzen. Münster kam noch einmal heran und hatte in den Schlusssekunden sogar die Chance auf den Siegtreffer. Die LSC-Defensive hielt jedoch stand, sodass sich beide Teams am Ende leistungsgerecht mit 31:31 trennten.
LSC-Aufstellung:
Babic, Kull – Pyszora (3), Henrich (1), Richter (2), Bertenbreiter (3), Niehaus (4), Leitz (4), Schulz (6/1), Kaysen (3), Kremp (1), Becker, Kämper (5)
Ein Punkt, der vor allem auf einer starken zweiten Halbzeit und taktischer Flexibilität basiert – und dem LSC unter schwierigen personellen Bedingungen verdient zugutekommt.
Den kompletten Spielverlauf könnt ihr hier einsehen: TSG Münster vs. Longericher SC Köln





1 Comment
[…] Longericher SC Hier den Artikel weiter lesen… […]