LSC – TV KIRCHZELL 38:28 (17:13)
Der Longericher SC Köln bleibt weiter in der Erfolgsspur und feierte im Heimspiel gegen den TV Kirchzell einen tollen 38:28 (17:13)-Erfolg. Es war ein Sieg, der am Ende deutlich ausfiel – der Weg dorthin war jedoch phasenweise anspruchsvoll.
Personelle Sorgen vor dem Anpfiff
Die Vorzeichen waren alles andere als optimal: Mit Lennart Niehaus und Jonas Kämper fehlten zwei zentrale Rückraumspieler weitgehend, auch Mats Bertenbreiter stand nur im Notfall zur Verfügung. Entsprechend war Improvisation gefragt – und die funktionierte. Vor allem Nico Pyszora übernahm Verantwortung und überzeugte nicht nur auf seiner angestammten Außen-Position, sondern auch im Rückraum mit insgesamt sieben Treffern, 3 davon auf Halbrechts.
Zäher Start – starke Reaktion
Die Anfangsphase war geprägt von einer starken Defensive des LSC, aber auch von zahlreichen Fehlern im Angriff. Nach rund einer Viertelstunde stand es lediglich 5:4 – ungewöhnlich wenig für die offensivstarken Kölner. „Da haben wir uns überhaupt nicht belohnt“, so die treffende Analyse von Trainer Chris Stark. Mehrere Ballverluste und vergebene Chancen verhinderten zunächst eine klarere Führung. „Wenn man so stark verteidigt wie zu Beginn und derart viele Paraden hat, muss man höher führen,“ meinte auch Kapitän Lukas Martin Schulz nach dem Spiel.
Erst nach einer Auszeit fand der LSC besser in den Rhythmus. Das Angriffsspiel wurde flüssiger, die Chancen konsequenter genutzt – und bis zur Pause setzte sich Köln auf 17:13 ab.
Zweite Halbzeit: Kontrolle und Emotionen
Nach dem Seitenwechsel blieb der LSC zunächst stabil, baute die Führung zwischenzeitlich auf sechs Tore aus (21:15). Doch das Spiel entwickelte sich zunehmend hitzig. Viele harte Aktionen und eine ruppige Gangart der Gäste sorgten für Unruhe auf dem Feld. Trotzdem behielt der LSC die Kontrolle – auch wenn Kirchzell zwischenzeitlich noch einmal auf drei Tore verkürzen konnte (30:27). „Wir haben sicherlich nicht unser bestes Spiel gemacht, hatten einige Wellen im Spiel, aber waren heute die bessere Handball-Mannschaft, das hat man besonders am Ende gesehen,“ so ein glücklicher Severin Henrich, der zum Player-of-the-Match gekürt wurde.
Starke Schlussphase entscheidet das Spiel
Die Antwort der Kölner ließ nicht lange auf sich warten: Mit einem beeindruckenden 8:1-Lauf in den letzten zehn Minuten machte der LSC endgültig den Deckel drauf. Besonders bemerkenswert: In dieser Phase ließ die Mannschaft keinen einzigen Feldtreffer mehr zu, nur ein 7m in der letzten Minute fand noch den Weg ins Kölner Netz.
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Am Ende stand ein klarer 38:28-Erfolg , der vor allem durch eine geschlossene Teamleistung und mentale Stärke geprägt war.
Team überzeugt als Mannschaft
Bester Werfer auf Seiten des LSC war Lukas Martin Schulz mit acht Treffern (davon vier Siebenmeter). Doch entscheidend war einmal mehr die Breite im Kader: alle eingesetzten Spieler trugen sich in die Torschützenliste ein, junge Akteure wie Lars Becker setzten zusätzliche Akzente.
Platz vier gefestigt
Mit dem Sieg baut der LSC seinen Vorsprung auf Rang fünf weiter aus und festigt den vierten Tabellenplatz. Damit bleibt das Team klar auf Kurs Richtung DHB-Pokal (die zwei besten Ligavierten der vier Drittligastaffeln sind für den DHB Pokal qualifiziert) – und hält gleichzeitig den Druck auf Platz 3 hoch. Das nächste Highlight wartet bereits: Im kommenden Spiel geht es zum direkten Konkurrenten nach Hanau – ein echtes Topspiel zweier Top-Teams.
Emotionaler Abschied aus der LSC-Arena
Neben dem sportlichen Erfolg hatte der Abend auch eine emotionale Note: Es war das letzte Heimspiel in der LSC-Arena für einige Spieler. Entsprechend groß war die Geschlossenheit und der Wille, sich mit einer starken Leistung zu verabschieden.
Der LSC liefert – sportlich wie emotional – und bestätigt einmal mehr seine beeindruckende Form im Saisonendspurt. Besonders Benni Richter war nach dem Spiel sichtbar angefasst: „So hab ich mir das hier vorgestellt, mit einer geilen Teamleistung das letzte Liga-Spiel in der LSC Arena zu absolvieren,“ so Richter. Wie der LSC gestern bekannt gab, war es aber nicht so ganz das letzte Spiel in der LSC Arena, denn mit einem Abschiedsspiel am 20. Juni möchte man Benni und weitere scheidende Spieler gebührend verabschieden.
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