Der Longericher SC Köln hat eine herausragende Saison 2025/26 mit einem eindrucksvollen 37:25-Auswärtssieg beim HLZ Friesenheim-Hochdorf II beendet und sich damit endgültig Tabellenplatz drei in der 3. Liga Süd-West gesichert.
Nach dem 18:13-Halbzeitstand ließ die Mannschaft von Trainer Chris Stark auch in der zweiten Hälfte keine Zweifel mehr am verdienten Erfolg aufkommen.
Dabei war der Abend weit mehr als nur ein letztes Saisonspiel. Es war der emotionale Schlusspunkt einer Saison, die den LSC sportlich wie strukturell auf ein neues Level gehoben hat.
Frühe Kontrolle und dominante Vorstellung
Von Beginn an war dem LSC anzumerken, dass die Mannschaft das große Ziel unbedingt erreichen wollte. Zwar verhinderten drei vergebene Gegenstöße in der Anfangsphase zunächst eine deutlichere Führung, dennoch übernahmen die Kölner schnell die Kontrolle über das Spiel.
Mit zunehmender Spielzeit setzte sich der LSC immer weiter ab. Die Defensive arbeitete aggressiv und kompakt, vorne spielte der LSC erneut seinen temporeichen und variablen Offensivhandball aus. Bereits zur Pause führte der LSC verdient mit 18:13.
Auch nach dem Seitenwechsel ließ die Mannschaft nicht nach. Im Gegenteil: Longerich erhöhte das Tempo nochmals und zog Tor um Tor davon. Spätestens Mitte der zweiten Halbzeit war klar, dass der dritte Tabellenplatz dem LSC nicht mehr zu nehmen sein würde.
„Wir haben heute nochmal die gesamte Energie, die in dieser Mannschaft steckt, aufs Feld gebracht“, sagte Trainer Chris Stark nach dem Spiel. „Die Jungs haben sich diesen Platz 3 hart erarbeitet und verdient.“
Platz drei und DHB-Pokal perfekt
Durch den Sieg beendet der LSC die Saison auf Rang drei der Abschlusstabelle – ein herausragendes Ergebnis für die Kölner. Bereits vor dem letzten Spieltag stand fest, dass Longerich mindestens als einer der besten Tabellenvierten den Sprung in den DHB-Pokal geschafft hätte. Mit Platz drei ist die Qualifikation nun endgültig perfekt. Damit darf sich der LSC Ende August auf ein echtes Highlight freuen: In der ersten Runde des DHB-Pokals wartet ein Bundesligist oder ambitionierter Zweitligist auf die Kölner.
„Dass wir jetzt Platz drei holen und gleichzeitig wieder im DHB-Pokal stehen, ist einfach außergewöhnlich“, sagte Stark. „Wenn man bedenkt, welche Voraussetzungen wir haben, macht mich das unglaublich stolz.“
Emotionaler Abschied einer besonderen Saison
Neben dem sportlichen Erfolg stand der Abend auch emotional ganz im Zeichen des Saisonabschlusses. Rund 50 Longericher Fans begleiteten die Mannschaft nach Hochdorf und sorgten phasenweise für Heimspielatmosphäre.
Nach Abpfiff wurde es emotional: Die Spieler, die den Verein verlassen oder ihre Karriere beenden, wurden noch einmal gefeiert. Besonders bewegend: Das letzte Saisontor erzielte ausgerechnet Benjamin Richter, der seine Karriere nach vielen erfolgreichen Jahren beim LSC beendet.
„Das ist einfach eine wunderschöne Geschichte“, sagte Stark. „Benni hat diesem Verein so viel gegeben und hatte auch diese Saison auf ungewohnter Position nochmal einen riesigen Wert für uns.“
1.000 Tore geknackt
Eine weitere besondere Marke fiel ebenfalls am letzten Spieltag: Mit dem Treffer von Nico Pyszora zum zwischenzeitlichen 7:5 knackte der LSC die magische Marke von 1.000 Saisontoren – ein eindrucksvoller Beleg für die außergewöhnliche Offensivqualität der Mannschaft. Mit 1030 Toren (34,3 im Schnitt) ist man Ligaspitze, nie in seiner Drittligahistorie erzielte man innerhalb einer Saison mehr Tore.
Generell spiegelte das letzte Spiel nochmal wider, was den LSC in dieser Saison auszeichnete: mannschaftliche Geschlossenheit, Tempo, Emotionalität und enorme Entwicklungsschritte vieler Spieler. Nahezu jeder Feldspieler trug sich erneut in die Torschützenliste ein.
Top 50 in Deutschland
Für Chris Stark steht fest, welchen Stellenwert diese Saison besitzt:
„Wir gehören wieder zu den Top 50 Mannschaften Deutschlands. Und das mit unseren Voraussetzungen in Köln, ohne große Halle und ohne riesigen Etat. Das ist einfach ein riesiger Erfolg.“
Der Trainer richtete seinen Dank ausdrücklich an Mannschaft, Staff, Ehrenamtliche und das gesamte Vereinsumfeld. „Was der LSC diese Saison auf die Beine gestellt hat, ist außergewöhnlich. Sportlich, organisatorisch und menschlich. Vielen Dank an Alle, die zu diesem Erfolg beigetragen haben.“
Nach dem historischen Cologne Handball Day in der Vorwoche und nun dem dritten Tabellenplatz endet für den Longericher SC eine Saison, die in Erinnerung bleiben wird.





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