Longericher SC gewinnt nach starkem Start mit 34:27 (17:13) – Zweiter Sieg in Folge
Der Longericher SC Köln hat seinen positiven Trend in der 3. Liga fortgesetzt und den zweiten Sieg in Folge eingefahren. Bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II feierten die Kölner am Sonntagabend einen hochverdienten 34:27-Auswärtserfolg. Grundlage war eine starke Anfangsphase, in der sich der LSC insbesondere mit einer konzentrierten Abwehrleistung früh einen deutlichen Vorsprung erarbeitete.
Die Longericher erwischten einen Start nach Maß. Nach dem frühen 1:1 übernahmen die Gäste zunehmend die Kontrolle und setzten sich über 4:1 bis zur zwölften Minute auf 7:2 ab. Eine aggressive und gut organisierte Defensive bildete die Grundlage, während im Angriff die zuvor erarbeiteten Abläufe konsequent umgesetzt wurden.
„Wir haben von Beginn an sehr gut verteidigt und uns dadurch schnell absetzen können. Besonders freut mich, dass wir das, was wir uns vorgenommen hatten, auch im Angriff sehr sauber heruntergespielt haben“, erklärte LSC-Geschäftsführer Christian Stark nach der Begegnung.
Der Vorsprung pendelte im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit etwas hin und her. Nachdem die Gastgeber zwischenzeitlich auf 8:10 verkürzt hatten, setzte sich Longerich mit drei Treffern in Folge wieder auf 13:8 ab. Bis zur Pause behaupteten die Kölner ihren Vorsprung und gingen mit einer verdienten 17:13-Führung in die Kabine.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb der LSC zunächst tonangebend, musste allerdings früh einen personellen Rückschlag verkraften. Lennart Wörmann sah in der 35. Minute nach einem Foulspiel gegen einen Außenspieler die Rote Karte – eine Entscheidung, die auf Longericher Seite durchaus kritisch gesehen wurde.
„Das war aus meiner Sicht eine 50-50- Entscheidung. Angeblich hatte Lennart die Hüfte etwas herausgestellt, aus meiner Sichte wurde er mehr in den Gegner hereingeschoben. Aber die Schiedsrichter haben es so entschieden, und damit mussten wir umgehen,“ so Stark.
Die Disqualifikation stellte die ohnehin nicht üppig besetzte Longericher Mannschaft vor zusätzliche Herausforderungen. Mit Lukas Martin Schulz, Robin Kremp und Severin Henrich standen nur noch drei etatmäßige Rückraumspieler zur Verfügung. Das Trainerteam reagierte und zog Marian Dahlke vom Kreis in den Rückraum. Gleichzeitig musste Malte Nolting, der unter der Woche noch mit einer Erkältung zu kämpfen hatte, deutlich mehr Spielanteile übernehmen als ursprünglich vorgesehen.
Doch gerade in dieser Situation bewies der LSC seine mannschaftliche Geschlossenheit. Jeder Spieler übernahm Verantwortung und leistete seinen Beitrag zum Erfolg. Besonders Severin Henrich überzeugte nicht nur in seiner wichtigen Rolle in der Defensive, sondern setzte auch offensiv entscheidende Akzente und erzielte insgesamt fünf Treffer.
„Severin hat gerade in dieser Phase viele wichtige Tore erzielt. Er war ohnehin schon in der Abwehr ein ganz wichtiger Faktor und hat dann auch im Angriff spielentscheidende Verantwortung übernommen. Aber insgesamt hat jeder, der gefragt war, seinen Teil dazu beigetragen.“
Angeführt vom treffsicheren Lukas Martin Schulz, der mit neun Toren erfolgreichster Longericher Werfer war, bauten die Gäste ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Über 20:17 und 24:18 setzte sich der LSC bis zum 29:21 in der 50. Minute auf acht Treffer ab. Auch Torhüter Lennard Kull erwies sich über die gesamte Spielzeit als sicherer Rückhalt und durfte sich sogar selbst in die Torschützenliste eintragen.
Ein besonders emotionaler Abend war es für Frederik „Freddy“ Breithaupt. Der Longericher war in Lützellinden aufgewachsen, nur wenige Minuten von der Dutenhofener Sporthalle entfernt. Entsprechend groß war die Freude über das Auswärtsspiel in der alten Heimat, bei dem ihn auch seine Familie von der Tribüne aus unterstützte. Mit fünf eigenen Treffern trug Breithaupt maßgeblich zum Erfolg bei und war nach dem Schlusspfiff wohl der strahlendste LSC-Spieler.
In der Schlussphase machte sich dann zunehmend bemerkbar, wie viel die Kölner zuvor investiert hatten. Nachdem auch Robin Kremp nicht mehr zur Verfügung stand, konnten die Gastgeber das Ergebnis noch etwas freundlicher gestalten, ohne den verdienten Longericher Auswärtserfolg ernsthaft zu gefährden. Zwischenzeitlich hatte der LSC beim 33:24 sogar mit neun Toren geführt.
„Man hat am Ende gesehen, dass wir vorher sehr viel investiert hatten. Da gab es noch etwas Ergebniskosmetik, aber das war völlig in Ordnung. Über die gesamte Spielzeit haben wir uns diesen Sieg absolut verdient.“
Neben Schulz (9), Kremp (6), Henrich (5) und Breithaupt (5) trugen sich auch Wörmann (3), Leitz (2), Dahlke (2), Nolting (1) und Torhüter Kull (1) in die Torschützenliste ein.
Besonders zufrieden zeigte sich Stark mit dem geschlossenen Auftreten seiner Mannschaft, die trotz personeller Rückschläge ihren Matchplan umsetzte und über weite Strecken eine überzeugende Leistung bot. „Ich bin einfach zufrieden. Wir haben jetzt den zweiten Sieg in Folge eingefahren und uns in allen Bereichen sehr gut präsentiert. Darauf können wir aufbauen.“
Bereits am nächsten Wochenende wartet das nächste Heimspiel auf die Kölner. Dann empfängt der LSC den VfL Eintracht Hagen in Longerich und will den positiven Trend vor heimischer Kulisse fortsetzen.
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