Pressemitteilung der Allianz für Kölner Sport, an der sich auch der LSC mit Chris Stark beteiligt
Weg mit den Kürzungen, Schluss mit der Ideenlosigkeit
Die „Allianz Kölner Sport“ fordert die komplette Rücknahme aller Kürzungen im sportlichen
Bereich im Zuge der Gestaltung des Doppel-Haushalts 2027/2028 der Stadt Köln.
„Die geplanten Kürzungen sind ein Frontalangriff auf den Sport in Köln. Sie wirken sich direkt
und unmittelbar negativ aus. Sportarten, Mannschaften und Projekte stehen vor dem Aus“,
so Helmut Schaefer, Vorsitzender des Stadtsportbundes und Sprecher der Allianz.
Symbolische Kürzungen – mehr als peinliche Förderung im Vergleich
Die Stadt Köln plant für 2027 mit einem Defizit von 811,3 Millionen Euro, für 2028 mit 931,4
Millionen Euro. Gleichzeitig soll bei den für den Sport wirksamen Zuschüssen in einer
Größenordnung von einer Million Euro eingespart werden. „Das entspricht ungefähr einem
Tausendstel des für 2027 erwarteten Defizits. Damit wird kein Haushalt saniert und kein
strukturelles Finanzproblem gelöst. Damit wird lediglich der Sport geschwächt“, so Schaefer.
„Dabei hat Köln mit Oberbürgermeister Torsten Burmester als Leading City bei der
Olympiabewerbung bewiesen, dass unsere Stadt eine führende Rolle einnehmen kann bei
der Entwicklung und Nutzung von Sport als verbindenden Motor einer internationalen
Gesellschaft. Sport ist Kultur, ist der soziale Kitt einer Gesellschaft. Gesagt wird das gerne,
getan dafür wenig.“
Nur ein Beispiel aus dem Haushalt 2024/2025: Die Förderung pro Vereinsmitglied über
städtische Beihilfen wie der Jugend- oder Seniorenbeihilfe betrug im Vorjahr nicht einmal 20
Euro, ein Opernbesuch wurde mit knapp 478 Euro bezuschusst. Das bedeutet, jede
Aufführung vor ausverkauftem Haus wird mit 500.000 Euro aus der Stadtkasse
subventioniert. „Das steht in keinem Verhältnis. Das ist einfach nur peinlich und
unanständig“, so Schaefer. Mit der Subventionierung eines einzigen Opern-Abend könnten
rund 200 Kölner Kinder ihre Kindheit in einem Sportverein aktiv sein.
Große Sorge nach Austausch mit Politik – keine Ambition, keine Haltung
Es ist an der Zeit, die Einfallslosigkeit von Politik und Verwaltung in Bezug auf die
Sportentwicklung zu beenden! Die Hand der Allianz ist ausgestreckt.
Nach einem offenen Austausch mit Vertretern der Kölner Ratsfraktionen am Geißbockheim
Anfang September ist die Allianz in großer Sorge. Der organisierte Sport erlebte
Problembeschreibungen, Verweise auf die schwierige Haushaltslage und größtenteils vor
allem politische Ideenlosigkeit. Nicht erkennbar war eine gemeinsame Haltung, die der
gesellschaftlichen Bedeutung des Sports gerecht wird.
An dem Gespräch nahmen Vertreter von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP/KSG, Volt
sowie für Die Linke teil.
„Dabei haben wir zuletzt keine erkennbare Vorstellung davon gehört, wie der Sport in dieser
Stadt gestärkt werden soll. Wir haben keine Ambition erlebt, die seiner tatsächlichen
Bedeutung entsprechen. Wer den Sport lediglich als freiwillige Leistung und mögliche
Sparposition betrachtet, hat seine Funktion für die Stadtgesellschaft nicht verstanden“,
erklärt Peter Pfeifer von der Allianz Kölner Sport.
Köln kann Leading City des Sports werden
Auch wenn die Olympia-Bewerbung den gewünschten Erfolg im Bewerbungsrennen
verpasst habe, so bleiben viele positive Eindrücke. Den deutlichen Rückhalt in der
Stadtgesellschaft, die Initiative der Wirtschaft, die breite Unterstützung aus demorganisierten Sport.
Die Allianz fordert: „Jetzt müssen Taten folgen, sonst bleibt es bei
Lippenbekenntnissen und führt zu nichts wie beim Kölner Sportentwicklungsplan. Wir setzen
hier unsere Hoffnung auf den Oberbürgermeister und die demokratischen Fraktionen im Rat,
dass das Bekenntnis zum Sport mit Leben gefüllt wird. Ansonsten wäre die Olympia-
Bewerbung vor allem eines: Unglaubwürdig. Gerade von den führenden Köpfen der
Bewerbung erwarten wir hier einen Schub und Unterstützung: Wir können mit Köln weiter
Leading City sein, für eine bewegte Stadt, für eine gemeinsame Sportkultur, die allen hilft
und die alle Sportler begeistert. Aber dies kann nicht mit weiteren Kürzungen beginnen,
sondern mit dem Mut, Leuchtturmprojekte zu fördern wie beispielsweise „Kölle aktiv“. Wir
müssen Köln zu einer Stadt der bewegten Menschen machen.“
Ansprechpartner:
Helmut Schaefer
Vorsitzender Stadtsportbund Köln e.V.
Sprecher der Allianz Kölner Sport
https://www.ssbk.de/projekte/allianz-koelner-sport
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