LSC überrollt Rodgau – 43:31-Heimsieg im Topspiel
Der Longericher SC Köln hat im direkten Duell um die oberen Tabellenplätze ein eindrucksvolles Ausrufezeichen gesetzt. Gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden feierte der LSC vor 340 Zuschauern in der Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule einen deutlichen 43:31-Erfolg (22:14).
In einem Spiel mit hoher Bedeutung im Kampf um die DHB-Pokalplätze zeigte Köln von Beginn an die nötige Entschlossenheit. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase (6:6) übernahm der LSC zunehmend die Kontrolle. Vor allem Lukas Martin Schulz setzte früh Akzente im Angriff und brachte Struktur ins Spiel. Mit einem energischen Zwischenspurt zog Köln bis zur 22. Minute auf 15:10 davon.
Entscheidend war die Phase kurz vor der Pause: Der LSC erhöhte noch einmal Tempo und Intensität, nutzte technische Fehler der Gäste konsequent aus und baute den Vorsprung auf 22:14 zur Halbzeit aus. Bereits hier deutete sich an, dass die Gastgeber an diesem Abend nur schwer zu stoppen sein würden.
Stabile zweite Halbzeit trotz Rückschlag
Nach dem Seitenwechsel blieb Köln konzentriert. Zwar musste Severin Henrich nach einer Disqualifikation frühzeitig vom Feld (32. Minute), doch auch dieser Rückschlag brachte den Spielfluss nicht ins Stocken. Die Mannschaft kompensierte defensiv geschlossen weitere Unterzahlsituationen (insgesamt 12 der 60 Minuten in Unterzahl gespielt) und blieb offensiv variabel.
Über 28:19 (41.) und 33:24 (48.) kontrollierte der LSC das Geschehen souverän. Besonders beeindruckend war die mannschaftliche Geschlossenheit: Zehn Feldspieler trugen sich in die Torschützenliste ein.
Bester Werfer war Malte Nolting mit 8 Treffern, gefolgt von Lukas Martin Schulz (7/2) und Loic Kaysen (6). Auch die Breite des Kaders zeigte sich: Nachwuchsspieler Lars Becker setzte mit seinem Treffer zum 42:30 ein weiteres positives Zeichen.
In der Schlussphase spielte Köln die Partie konsequent herunter und setzte mit dem 43:31 den Schlusspunkt unter eine starke Gesamtleistung.
Die begeisterten Zuschauer wurden Zeuge von einem besonderen Moment: gegen Ende des Spiels stand die jüngste LSC-Mannschaft der 3.Liga-Geschichte auf dem Feld, der Altersschnitt betrug 21,0 Jahre, als Lars Becker das Gegenstoßtor warf.
Trainerstimme – Chris Stark
„Wir wollten dieses Spiel unbedingt als Startschuss für eine starke Frühjahrsphase nutzen – und genau das hat die Mannschaft umgesetzt. 43 Tore gegen einen direkten Konkurrenten sprechen für unsere offensive Qualität. Besonders gefallen hat mir, wie wir nach der Disqualifikation und paar Fehlwürfen ruhig geblieben sind und als Team reagiert haben. Das war eine sehr gute Leistung.“
Mit dem Sieg hält der LSC den Druck auf die direkte Konkurrenz im Rennen um die oberen Tabellenplätze hoch und untermauert seine Ambitionen im Kampf um die DHB-Pokalränge.




